Autor: WWLW

Termin 7: Wirtschaftsgeschichtliche Perspektive: Die Schere zwischen globalem Norden und Süden.

Termin 7: Wirtschaftsgeschichtliche Perspektive: Die Schere zwischen globalem Norden und Süden.

25|06|17 Das enorme ökonomische Gefälle zwischen dem globalen Norden und dem globalen Süden ist das dominante weltpolitische Thema unserer Zeit. Die Folgen sind verheerend; in manchen Subsahara-Regionen liegt die durchschnittliche Lebenserwartung lediglich bei der Hälfte derer von Industriestaaten, die politische Situation ist zumeist instabil und Herd von Bürgerkriegsszenarien. Aber auch aufstrebende Staaten, etwa in Südostasien, scheinen seit Jahren nicht fähig, aus der zweiten Reihe hervorzutreten. Mehr und mehr etabliert sich das Gefühl, dass es nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit ist, sondern dass auch eine Vielzahl der Herausforderungen unserer Hemisphäre damit verknüpft sind. Vom Klimawandel über die Migrationsthematik, so scheint es, wird es keine Lösungen geben, wenn damit nicht zugleich eine ökonomische Annäherung verbunden ist. Die Einzelne bleibt aber zumeist nur ratlos zurück, über den Erwerb von Fair-Trade-Produkten hinaus scheint sich der Handlungsspielraum zu erschöpfen.

Für einen Impulsvortrag haben wir Andreas Exenberger vom Institut für Wirtschaftstheorie, -politik und -geschichte gewinnen können, dessen Forschungsschwerpunkt den umrissenen Themenbereich sehr schön abdeckt. Als zweiten Teilnehmer durften wir Fernando Ruiz Peyré von der Humangeographie begrüßen, der sich unter anderem mit Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsforschung beschäftigt.

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Termin 6: Zentrum und Peripherie. Vom Zusammenhang von Raum und Gesellschaft im Kulturbetrieb.

Termin 6: Zentrum und Peripherie. Vom Zusammenhang von Raum und Gesellschaft im Kulturbetrieb.

28|05|17 Zieht man jüngere richtungsweisende politische Entscheidungen (Brexit, Präsidentschaftswahl in Österreich) heran, so zeigt sich eine deutliche Kluft zwischen den städtischen Ballungszentren und dem ländlichen Raum. Bei diesem Termin wollten wir darüber nachdenken, welche Tendenzen jenseits der klassischen politikwissenschaftlichen oder soziologischen Perspektive (Wohlstandsgefälle, Globalisierungsverlierer) erkennbar sind, und haben uns gefragt, ob sich dieses Auseinanderdriften auch im Bereich der Kulturarbeit beobachten lässt. Sind in unserer vernetzten Welt, in der räumliche Distanz oftmals keine Rolle mehr zu spielen scheint, die 20 Kilometer zwischen Innsbruck und Telfs, zwischen München und Schwabing zur neuen Barriere geworden? Unsere Diskutanten traten insgesamt dafür ein, Unterschiede nicht überzubetonen.

Eingeladen waren diesmal Marc Deiser, Gemeinderat in Grinzens und Mitbegründer des dortigen „Jugendraums“, Michael Haupt, der nicht nur im „TKI“ und der „Initiative Minderheiten“ tätig ist, sondern auch im „Kulturverein Inzing“, bei „Freirad“ und anderen, Tobias Töpfer vom Institut für Geographie der Universität Innsbruck und Philipp Wastian, Obmann der „Alternativen Kulturwerkstadt“ (AKW) in Schwaz.

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Fotografie: Alena Klinger

Termin 5: Engagierte Kunst? Zum gestalterischen Potential von Kunst in der Gegenwartsgesellschaft.

Termin 5: Engagierte Kunst? Zum gestalterischen Potential von Kunst in der Gegenwartsgesellschaft.

26|03|17 Diesmal wollten wir das gestalterische Potential von (insbesondere popkultureller, oder sagen wir: nicht ausschließlich elitärer) Kunst erörtern und der Frage nachgehen, wann der Konsum von Kunst individueller Müßiggang, wann Ausdruck politischer/moralischer/etc. Bestrebungen und wann beides (oder etwas ganz anderes) ist.

Den Impulsvortrag hielt diesmal Univ.-Prof. Helmut Staubmann von der Universität Innsbruck, der eine Präsentation zu den „Rolling Stones“ aus soziologischer Perspektive vorbereitet hatte. Zu den Diskutantinnen zählten Verena Rauch von den „columbosnext“ und Anna Rottensteiner vom „Literaturhaus am Inn“, die auch selbst als Autorin tätig ist. Darüber hinaus war Baiba Dēķena so nett, als Singer-Songwriterin für musikalische Einstimmung zu sorgen.


Fotografie: Alena Klinger

Termin 4: Alternative Versorgung. Handlungsspielräume für eine bewusste Ernährung.

Termin 4: Alternative Versorgung. Handlungsspielräume für eine bewusste Ernährung.

26|02|17 Bei diesem Termin beschäftigten wir uns – ähnlich wie beim zweiten Termin („Abseits des Etablierten“) – mit konkreten Initiativen, das Handlungsfeld jenseits des institutionell oder gewohnheitsmäßig Fixierten zu erweitern. Wir haben drei Diskutanten_innen eingeladen, die sich in unterschiedlichen Projekten engagieren (bzw. dieselben leiten), die um gesunde nachhaltige Ernährung kreisen.

Claudia Sacher ist eine der Gründerinnen des „feld Verein“, Marcell Schrittwieser vertritt die 2014 in Innsbruck gegründete „FoodCoop“ und Ivo Ragogna ist Chef des hiesigen Gemeinschaftsgartens – drei unterschiedliche Initiativen, der Konsum- und Wegwerfgesellschaft entgegenzutreten und Alternativen zu versuchen. Die Projekte wurden vorgestellt und daraufhin befragt, welche Überlegungen dahinter stehen sowie ob sie ein realistisches Gegenangebot darstellen können.

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Termin 3: Mediale Redlichkeit. Wahrheitsstreben und suggestive Berichterstattung.

Termin 3: Mediale Redlichkeit. Wahrheitsstreben und suggestive Berichterstattung.

08|01|17 Thematisch haben wir diesmal unter dem Titel „Mediale Redlichkeit. Wahrheitsstreben und suggestive Berichterstattung.“ Dynamiken der medialen Berichterstattung beleuchtet. Wir konnten hierzu mehrere interessante Diskutanten_innen gewinnen, die sich theoretisch und praktisch mit dem Pressewesen auseinandersetzen bzw. selbst journalistisch tätig sind.

Matthias Sauermann etwa hat als Außenpolitik-Redakteur der Tiroler Tageszeitung den US-Wahlkampf intensiv begleitet. Andreas Wiesinger und Marianne Franz (beide von der Universität Innsbruck) haben als Medienwissenschaftler bzw. Diskurslinguisten das mediale Framing unterschiedlicher Themenkomplexe in der Tagespresse erforscht. Petra Missomelius, die den Impulsvortrag hielt, lehrt und forscht an der Universität Innsbruck zu Medienpädagogik und Kommunikationskultur.

Mit freundlicher Genehmigung von Frau Petra Missomelius können wir überdies die Präsentationsfolien des Impulsvortrags anbieten.

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Termin 2: Abseits des Etablierten. Versuche einer selbstbestimmten Lebenspraxis.

Termin 2: Abseits des Etablierten. Versuche einer selbstbestimmten Lebenspraxis.

27|11|16 Ganz im Sinne der praktischen Lebensführung wurden beim 2. Termin Initiativen, Projekte und ähnliches vorgestellt, die sich auf die eine oder andere Weise „abseits des Etablierten“ bewegen, um ihrer persönlichen Vorstellung vom richtigen Arbeiten, Wohnen, Leben (…) nachzugehen. Die Einleitung übernahm diesmal David Prieth (Bäckerei), der Vorhandensein und Ausrichtung von in Innsbruck und Umgebung beheimateten Initiativen dieser Art erläuterte.

Zur Diskussion waren Oliver Coutinho (Ort des Schenkens u.a.), Philipp Engel (Die Brennessel, habiTAT) und Christoph Grud (Die Bäckerei u.a.) eingeladen, um aus erster Hand von Möglichkeiten, Resultaten und Absichten ihrer Initiativen zu berichten.

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Termin 1: Vom gelungenen Leben. Die Frage nach dem Sinn und den Handlungsspielräumen der Gegenwartsgesellschaft.

Termin 1: Vom gelungenen Leben. Die Frage nach dem Sinn und den Handlungsspielräumen der Gegenwartsgesellschaft.

30|10|16 Für den ersten Termin der Veranstaltungsreihe konnten wir die Psychologin Tatjana Schnell von der Universität Innsbruck gewinnen. Sie präsentierte Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit im Bereich der empirischen Sinnforschung, um eine psychologische Perspektive auf die Frage nach dem „gelungenen Leben“ zu geben. So etwa, was entscheidende Faktoren sind, damit Menschen ihr Leben als sinnerfüllt wahrnehmen, oder wie das Empfinden von Sinn mit einem Empfinden von Glück einher geht.

In der anschließenden Diskussion wurden zentrale Punkte vertieft und mit Gesichtspunkten anderer Paradigmen konfrontiert. Hierzu luden wir Ekkehard Hey-Ehrl (Liber Wiederin) ein, der sich unter anderem für größere gesellschaftliche Zusammenhänge interessierte und die Sinnfrage unter Ideologieverdacht stellte.

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